Fenster für Reihenhäuser und Doppelhäuser – Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Sie haben eine Reihenhauseinheit gekauft oder planen den Bau eines Doppelhauses? Herzlichen Glückwunsch – der Traum vom Eigenheim mit Garten geht in Erfüllung. Doch bevor Sie die Wandfarbe im Wohnzimmer aussuchen, steht eine Entscheidung an, die Ihren Wohnkomfort für die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre prägt. Die Rede ist von Fenstern. Und hier liegt das Problem: Die meisten Ratgeber im Internet behandeln ein Reihenhaus genauso wie ein freistehendes Einfamilienhaus – dabei sind die Anforderungen grundlegend verschieden. Eine andere Akustik, andere Fassadenproportionen, andere Herausforderungen im Umgang mit begrenztem Platz. Der Nachbar hinter der Wand, das schmale Grundstück, der kleine Garten – das alles erfordert gezielt ausgewählte Fenster, keine Standardlösung vom Markt.

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Inhaltsübersicht:

Reihenhaus und Doppelhaus – warum das für die Fensterwahl nicht dasselbe ist

Bevor wir zu den technischen Parametern kommen, lohnt es sich, einen grundlegenden Unterschied zu verstehen, den die meisten Fensterhersteller ignorieren. Reihenhaus und Doppelhaus sind zwei unterschiedliche architektonische Herausforderungen – auch wenn sie von außen ähnlich aussehen.

Mittelreihenhaus – die Lichtfalle mit zwei Außenwänden

Ein Mittelreihenhaus hat Fenster nur auf zwei Seiten: Vorderfront und Rückseite. Die seitlichen Wände sind Gemeinschaftswände mit den Nachbarn, ohne jegliche Fensteröffnungen. Das bedeutet, dass der gesamte mittlere Bereich des Hauses – Flur, Treppenhaus, häufig auch das Badezimmer – kein natürliches Tageslicht erhält. Die einzige Möglichkeit, die Tiefe eines solchen Gebäudes auszuleuchten, sind großformatige Terrassenverglasung auf der Gartenseite, die als Hauptlichtquelle für das gesamte Erdgeschoss dient.

Diese beidseitige Ausrichtung verändert auch die Energiebilanz. Ein freistehendes Haus gewinnt Sonnenenergie von vier Seiten – ein Mittelreihenhaus operiert ausschließlich auf der Achse Vorder-Rückseite. Zeigt die Front nach Norden und der Garten nach Süden (oder umgekehrt), müssen Sie die Glaspakete für jede Fassade separat und präzise auswählen.

Doppelhaus – drei Fassaden bieten mehr Spielraum

Ein Doppelhaus teilt mit seinem „Zwilling“ nur eine einzige Wand. Die übrigen drei Fassaden sind unabhängig, was deutlich mehr Gestaltungsfreiheit bietet. Sie können seitliche Badfenster ergänzen, das Treppenhaus belichten und sogar Eckverglasungen planen. Diese Asymmetrie der Fassaden ist ein Vorteil, den Sie bei der Auswahl der Fensterkonstruktion bewusst nutzen sollten.

Der Unterschied hat auch eine akustische Dimension. Im Reihenhaus kann Lärm von zwei Nachbarn gleichzeitig eindringen, im Doppelhaus nur von einem. Das beeinflusst direkt, wie konsequent Sie den Schallschutz Ihrer Fenster angehen müssen.


Schallschutz – der Parameter, der über Ihre Ruhe entscheidet

In einem freistehenden Haus auf einem großen Grundstück ist Lärm hauptsächlich der Straße geschuldet. In Reihen- und Doppelhausbebauungen kommt ein weiteres, oft belästigenderes Problem hinzu: die unmittelbare Nachbarschaft. Gespräche auf der Terrasse drei Meter entfernt, ein Rasenmäher hinter dem Zaun, spielende Kinder im Nachbargarten – das ist ein völlig anderer Lärm als das gleichmäßige Rauschen einer Straße.

Zwei Lärmquellen – zwei unterschiedliche Ansätze

Verkehrslärm von der Frontseite besteht hauptsächlich aus tiefen Frequenzen – Fahrzeugdröhnen, Erschütterungen von Lkw. Er lässt sich vor allem durch dickere Glaspakete und Glasmasse dämpfen. Alltagslärm aus der Nachbarschaft – Gespräche, Musik, Hundebellen – bewegt sich dagegen im mittleren und hohen Frequenzbereich und erfordert einen anderen Ansatz. Hier spielen asymmetrische Glasscheiben eine Schlüsselrolle: Pakete aus Scheiben unterschiedlicher Dicke, etwa 6 mm außen und 4 mm innen, brechen Resonanzwellen und dämpfen Alltagslärm deutlich effektiver als ein symmetrisches Paket gleicher Masse.

Welchen Rw-Wert sollten Sie wählen?

Der Schalldämm-Maß Rw gibt die Schallisolierung des Fensters in Dezibel an. Eine Differenz von drei Dezibel entspricht in der Praxis einer Halbierung des wahrgenommenen Lärms – der Zusammenhang ist nicht linear.

Für eine ruhige Wohnsiedlung am Stadtrand genügen Fenster mit einem Rw von 32 bis 35 dB. In typischer Reihenhausbebauung jedoch, wo Nachbarn buchstäblich hinter dem Zaun leben und von vorne eine Anliegerstraße verläuft, sind mindestens 40 bis 42 dB das Minimum. Liegt das Haus an einer belebten Straße oder der Nachbar ist besonders laut, empfiehlt sich ein Wert von über 45 dB.

Das GEALAN S8000-System, das bei BWS Technika Budowlana erhältlich ist, erreicht ein Schalldämm-Maß von bis zu Rw 47 dB, das Premium-System GEALAN S9000 sogar bis zu 48 dB bei PSK-Schiebetüren und bis zu 50 dB in der Fensterausführung mit entsprechend gewähltem Glaspaket. Das sind Werte, die typischen Siedlungslärm effektiv abschirmen und akustischen Komfort selbst bei offenen Nachbargärten gewährleisten.

Außenrollläden bieten einen zusätzlichen akustischen Schutz – im heruntergelassenen Zustand reduzieren sie den Lärm um weitere rund 10 dB, was in der Praxis abends und am Wochenende einen großen Unterschied macht.


Energieeffizienz – GEG-Anforderungen und reale Einsparungen

Was bedeutet Uw ≤ 0,9 W/(m²K) in der Praxis?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor: Der Wärmedurchgangskoeffizient von Fenstern darf 0,9 W/(m²K) nicht überschreiten. Jedes Fenster, das in einem Neubau eingebaut oder im Rahmen einer energetischen Sanierung ausgetauscht wird, muss diesen Grenzwert einhalten.

Doch die bloße Erfüllung der Norm ist nur der Ausgangspunkt. Im Reihenhaus, wo Fenster die einzigen verglasten Elemente auf zwei Fassaden sind (die Seitenwände sind vollständige Gemeinschaftswände), haben ihre thermischen Parameter einen proportional größeren Einfluss auf die Energiebilanz des Gebäudes als bei einem freistehenden Haus mit Fenstern auf vier Seiten.

Glaspaket nach Fassadenausrichtung wählen

Eine nach Norden ausgerichtete Frontfassade verliert Wärme, ohne Sonnenenergie zu gewinnen – hier hat die Minimierung des Uw-Werts absolute Priorität. Das GEALAN S9000-System mit Dreifachverglasung und einem Ug ≤ 0,5 W/(m²K) erreicht Uw-Werte ab 0,71 W/(m²K), was die GEG-Anforderungen bei weitem übertrifft und zu realen Heizkosteneinsparungen von 25 bis 30 % im Vergleich zu älteren Fenstern mit Uw über 2,0 W/(m²K) führt.

Die Gartenfassade, insbesondere bei Südwest- oder Südausrichtung, erfordert zusätzlich die Berücksichtigung des Gesamtenergiedurchlassgrades (g-Wert) und der Lichttransmission (LT). Moderne Selektivbeschichtungen lassen viel Tageslicht eintreten und blockieren gleichzeitig übermäßige Wärme – entscheidend im Reihenhaus, wo eine große Terrassenverglasung die einzige Lichtquelle für die Tiefe des Erdgeschosses ist, die im Sommer aber den Wohnraum in ein Gewächshaus verwandeln kann.

GEALAN S8000 oder S9000 – welches System für das Reihenhaus?

Im Sortiment von BWS Technika Budowlana erfüllen beide Systeme die GEG-Anforderungen deutlich und kommen für eine Förderung über das BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) in Frage. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Einsatzprofil.

GEALAN S8000 ist ein sechskammeriges PVC-Profil mit 74 mm Bautiefe und Glaspaketen bis zu 48 mm. Es erreicht Uw-Werte bis 0,78 W/(m²K) und ein Schalldämm-Maß von bis zu Rw 47 dB. Das ist die bewährte und wirtschaftliche Wahl für den typischen Fensterwechsel in einem bestehenden Reihenhaus – ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und problemlose Integration in Standardblendrahmen älterer Gebäude.

GEALAN S9000 ist die Premium-Lösung – ein sechskammeriges Profil mit 82,5 mm Bautiefe, ausgelegt für Dreifachverglasungen bis zu 52 mm Stärke. Uw ab 0,71 W/(m²K), drei EPDM-Dichtungen statt zwei und eine Zertifizierung durch das Passivhaus Institut Darmstadt. Dieses System richtet sich an Bauherren, die ein neues Doppelhaus errichten oder ein bestehendes Gebäude auf Energieeffizienzstandard modernisieren möchten. Die statische Scheibenverklebung STV® macht schwere Stahlverstärkungen überflüssig und ermöglicht größere, stabilere Schiebkonstruktionen.

Mehr zu den Parametern von Passivhausfenstern und ihrer Bedeutung finden Sie in unserem Passivhausfenster-Ratgeber.


Fenster und Türen zur Gartenseite – das Herzstück des Reihenhauses

Wenn es im Reihenhaus einen Ort gibt, der die Wohnqualität entscheidend prägt, dann ist es der Übergang vom Wohnzimmer zur Terrasse. In einem typischen Reihenhaus ist das die einzige große Verglasung im Erdgeschoss – sie lässt Tageslicht in die Haustiefe, verbindet Innen- und Außenraum und erzeugt das Gefühl von mehr Raum. Schlecht gewählte Terrassentüren sind nicht nur vergeudetes Geld – sie bedeuten tägliche Frustration.

Warum herkömmliche Drehtüren im Reihenhaus ein Fehler sind

Ein typischer Reihenhausgarten hat eine Tiefe von sechs bis acht Metern und eine Breite von vielleicht fünf bis sechs Metern. Das Wohnzimmer im Erdgeschoss ist entsprechend schmal. Eine klassische Balkontür, die nach innen aufschlägt, nimmt beim Öffnen über einen Quadratmeter wertvolle Bodenfläche in Anspruch. Bei einem Wohnzimmer von 25 m² sind das über fünf Prozent der Fläche – so viel wie ein bequemer Sessel einnimmt.

PSK oder HST – welche Schiebetür wählen?

Das PSK-System (Hebe-Kipp-Schiebe) ist ein sinnvoller Kompromiss. Mit einer einzigen Klappmechanik kippen Sie den Flügel zur Lüftung und schieben ihn dann gleichmäßig an der feststehenden Verglasung entlang. Es benötigt keinen Raum im Inneren, bietet gute Dichtheit durch den Anpressmechanismus und ist zu einem günstigeren Preis erhältlich. Im GEALAN S8000-PSK-System erreichen Terrassentüren Uw-Werte von 0,77 W/(m²K), im S9000 PSK ab 0,71 W/(m²K) bei einem Schalldämm-Maß von bis zu 48 dB – Werte, die einem feststehenden Fenster ebenbürtig sind.

Das HST-System (Hebe-Schiebe) ist die Premium-Klasse. Der Mechanismus hebt den Flügel einige Millimeter an, gibt die Dichtungsanpressung frei und lässt ihn dann präzise auf Laufwagen gleiten. Das Ergebnis: Selbst vierhundert Kilogramm Glas lassen sich mit einem Fingertipp bewegen. Der entscheidende Vorteil des HST im Reihenhaus ist die Möglichkeit, eine sehr niedrige oder vollständig schwellenlose Übergangslösung zu realisieren, die die Grenze zwischen Wohnzimmer und Terrasse optisch auflöst und den kleinen Raum vergrößert. PVC-HST-Verglasungen erreichen Flächen bis zu 14 m² und thermische Werte ab Uw 0,60 W/(m²K).

Einen detaillierten Vergleich beider Systeme mit Analyse der Mechanismen und Einsatzbereiche finden Sie in unserem Artikel HST vs. PSK – die ideale Terrassentür wählen.


Ästhetik und Farbgestaltung – eigene Ideen mit einheitlicher Bebauung vereinen

Der Eigentümer eines freistehenden Hauses wählt die Fensterfarbe nach Belieben. In Reihen- und Doppelhausbebauungen ist die Situation anders – der Bauträger, die Wohnungseigentümergemeinschaft oder die Festsetzungen des Bebauungsplans schreiben häufig eine einheitliche Fassadengestaltung vor. Eine eigenmächtige Änderung der Außenfarbe kann die Pflicht zur Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes auf eigene Kosten nach sich ziehen.

Die Lösung ist eine zweifarbige Ausführung (Bicolor). Beide GEALAN-Systeme im BWS-Sortiment erlauben eine unterschiedliche Farbgebung außen und innen. Von der Straße halten die Fenster das von der Gemeinschaft verlangte Anthrazit oder Grafit, innen können Sie ein warmes Holzdekor aus der Realwood®-Kollektion oder ein modernes Weiß wählen.

Beachten Sie auch die Langlebigkeit der Färbung. In dichter Siedlungsbebauung sind Profile mechanischen Beschädigungen ausgesetzt – Fahrräder, die an der Wand lehnen, Gartengeräte, Bälle der Kinder. Die im GEALAN S9000 eingesetzte GEALAN-acrylcolor®-Technologie verbindet das PVC-Profil mit einer 0,5 mm starken Hartacrylglasschicht (PMMA), die äußerst kratzbeständig ist und die satte Farbe über Jahrzehnte behält. Tests nach internationalen Normen zeigen eine kaum wahrnehmbare Farbveränderung (ΔE < 2) selbst nach zehn Jahren UV-Exposition.


PVC oder Aluminium – was eignet sich für ein Reihenhaus?

Das ist eine der häufigsten Fragen von Bauherren – und die Antwort ist nicht schwarz-weiß. In der Reihenhausbebauung sind in der Regel PVC-Fenster aus mehrzonigen Systemen wie GEALAN S8000 oder S9000 die optimale Wahl. Der Grund liegt auf der Hand: Sie bieten hervorragende Wärme- und Schallisolierung zu einem günstigen Preis, und moderne Scheibenverklebungstechnologien ermöglichen es, selbst große Terrassenverglasungen zu tragen.

Aluminium macht Sinn, wenn Sie wirklich großformatige Verglasungen planen, die über die Abmessungen von PVC-Systemen hinausgehen – etwa Panorama-HST-Türen mit einer Breite von über sechs Metern oder minimalistische Fassaden mit schlanken Profilen. Im BWS-Sortiment erlauben die Aluminiumsysteme Yawal und Aliplast Konstruktionen mit einer Breite von bis zu 18 Metern mit einzelnen Flügeln, die bis zu 400 Kilogramm wiegen.

Für ein typisches Reihenhaus mit einem Budget bis ca. 350 €/m² ist PVC die wirtschaftlich sinnvolle Wahl mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Aluminium lohnt sich ab ca. 470 €/m² aufwärts, wenn minimalistisches Design und maximale Glasfläche Priorität haben. Einen ausführlichen Vergleich beider Materialien finden Sie in unserem Artikel PVC oder Aluminium – was wählen?


Sicherheit im Erdgeschoss – das Paradox der rückwärtigen Fassade

Im Reihenhaus gibt es ein Sicherheitsparadox, über das selten gesprochen wird. Die Frontfassade ist von der Straße aus einsehbar – das Einbruchrisiko über Straßenfenster ist relativ gering, da jeder Versuch für Fußgänger und gegenüberliegende Nachbarn sichtbar wäre. Die rückwärtige Fassade zur Gartenseite hingegen ist durch Mauern der Nachbarreihen und Einfriedungen abgeschirmt. Niemand sieht, was sich dort abspielt – ideale Bedingungen für einen Einbrecher, der ungestört arbeiten kann.

Deshalb sollten Terrassentüren und Erdgeschossfenster auf der Gartenseite eines Reihenhauses eine erhöhte Einbruchhemmklasse aufweisen. Beide GEALAN-Systeme sind gemäß DIN EN 1627 bis zur Klasse RC2 zertifiziert, das S9000-System ermöglicht sogar die Klasse RC3. RC2 bedeutet Widerstandsfähigkeit gegen mindestens drei Minuten Werkzeugangriff – statistisch ausreichend, damit ein Einbrecher aufgibt und ein leichteres Ziel sucht. Außerdem empfiehlt sich der Einsatz von Verbundsicherheitsglas (VSG, Klasse P4A oder höher), das selbst nach einem Schlag nicht in Scherben zerfällt.

Außenrollläden bilden eine zusätzliche physische Barriere – im heruntergelassenen Zustand entsprechen sie der Einbruchhemmklasse RC2 und verlängern die Zeit, die zum Aufhebeln des Fensters benötigt wird, erheblich. Mehr zu Einbruchhemmklassen und ihrer praktischen Bedeutung lesen Sie in unserem Ratgeber zu RC2- und RC3-Türen.


Montage im Reihenhaus – warum die Warmmontage keine Option, sondern Pflicht ist

Selbst das beste Fenster mit einem Uw-Wert von 0,71 W/(m²K) verliert seine Parameter, wenn es mit der herkömmlichen Methode – nur mit Montageschaum – eingebaut wird. Im Reihenhaus ist dieses Problem besonders gravierend – die Gemeinschaftswände zwischen den Einheiten erzeugen linienförmige Wärmebrücken, und die Verbindungszone zwischen Fenster und Mauerwerk ist der empfindlichste Punkt der gesamten Gebäudehülle.

Die Warmmontage besteht aus einem dreilagigen Abdichtungssystem: Dampfbremsfolie innen, Niederdruck-Montageschaum in der Mitte und diffusionsoffene Folie außen. Dieses System eliminiert Wärmebrücken in der Montagezone und spart 8 bis 12 % Energie im Vergleich zur konventionellen Montage. Für ein Reihenhaus mit 120 m² Wohnfläche entspricht das einer realen Einsparung von rund 47 bis 94 € pro Jahr – der Aufpreis für die Warmmontage amortisiert sich in zwei bis drei Jahren.

Eine weitere Herausforderung bei der Montage im Reihenhaus ist die Logistik. In einer Mitteleinheit ist der Zugang mit schwerem Gerät von der Gartenseite oft eingeschränkt, was den Transport und die Montage großformatiger HST-Türen erschwert. Das muss eine erfahrene Montagetruppe bereits in der Planungsphase berücksichtigen.


Fenstererneuerung und Förderung durch das BEG-Programm

Wenn Sie ein älteres Reihenhaus sanieren – insbesondere Gebäude aus den 1980er und 1990er Jahren, bei denen die originalen Fenster mit Uw über 2,0 W/(m²K) erhebliche Wärmeverluste verursachen – ist der Fenstertausch eine Investition, die sich teilweise selbst finanzieren kann.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die KfW-Förderprogramme unterstützen die energetische Sanierung von Wohngebäuden, einschließlich Reihenhäusern und Doppelhäusern. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Fenster einen Uw ≤ 0,9 W/(m²K) erreichen. Die GEALAN-Systeme S8000 und S9000 erfüllen diese Anforderung problemlos – S8000 mit Uw bis 0,78 W/(m²K), S9000 mit Uw ab 0,71 W/(m²K) – und qualifizieren sich für die höchsten Förderklassen.

Je nach Förderweg und Einkommensgrenze können Rückerstattungen von bis zu 20 bis 35 % der förderfähigen Kosten erzielt werden. Einen ausführlichen Leitfaden zum Programm, aktuelle Beträge und die schrittweise Antragstellung finden Sie in unserem vollständigen BEG-Förderratgeber.


Praktische Checkliste – bevor Sie Fenster für Ihr Reihenhaus oder Doppelhaus bestellen

Gehen Sie vor der endgültigen Entscheidung folgende Schlüsselpunkte durch.

Erstens: Bestimmen Sie die Fassadenausrichtung und wählen Sie Glaspakete für jede Seite separat – auf der Nordseite die wärmedämmendste Lösung (niedrigster Uw), auf der Südseite mit Beschichtung zur Regulierung des Solareintrags.

Zweitens: Prüfen Sie den Lärmpegel in der Umgebung und wählen Sie Fenster mit dem entsprechenden Rw – mindestens 40 dB für typische Reihenhausbebauung, über 45 dB an belebten Straßen oder bei besonders lärmintensiver Nachbarschaft.

Drittens: Planen Sie Terrassentüren zur Gartenseite als PSK- oder HST-Schiebesystem – Sie gewinnen wertvollen Wohnraum im Wohnzimmer und mehr Tageslicht in der Haustiefe.

Viertens: Berücksichtigen Sie die Sicherheit der Erdgeschossfenster auf der Gartenseite – Einbruchhemmklasse RC2 ist das vernünftige Minimum für Terrassentüren, die von der Straße aus nicht einsehbar sind.

Fünftens: Wenn die Gemeinschaft oder der Bauträger die Außenfarbe vorschreibt, planen Sie von Anfang an eine zweifarbige Ausführung – so vermeiden Sie rechtliche Probleme und behalten die Freiheit bei der Innengestaltung.

Sechstens: Wählen Sie die dreilagige Warmmontage – das ist kein zusätzlicher Kostenpunkt, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass die thermischen Parameter, für die Sie bezahlen, auch wirklich erhalten bleiben.

Und schließlich: Prüfen Sie, ob Sie für eine BEG- oder KfW-Förderung in Frage kommen. Bei der Fenstererneuerung in einem älteren Gebäude kann die Rückerstattung eines Teils der Investitionskosten erheblich sein.

Die Fensterauswahl für ein Reihenhaus oder Doppelhaus erfordert mehr Präzision als für ein freistehendes Haus. Doch wenn Sie sie bewusst angehen – unter Berücksichtigung der Nachbarschaftsakustik, der Fassadenausrichtung, des Platzbedarfs und der Montagespezifika – gewinnen Sie ein Zuhause, in dem man wirklich gut lebt. Ganz unabhängig davon, was der Nachbar hinter der Wand gerade macht.

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