Was kostet ein Hausbau in 2026?

Wer 2026 in Deutschland ein Einfamilienhaus bauen möchte, steht vor einer zentralen Frage: Was wird das kosten — und wie lässt sich das Budget realistisch planen? Die Antwort ist vielschichtiger, als viele Bauherren erwarten. Nach den extremen Preissprüngen der vergangenen Jahre hat sich die Lage zwar stabilisiert, doch auf hohem Niveau. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) prognostiziert für 2026 einen Baupreisanstieg von rund 2,5 Prozent — getrieben vor allem durch steigende Lohnkosten im Baugewerbe. Gleichzeitig liegen die Grundstückspreise für baureifes Land bundesweit im Durchschnitt bei 142 Euro pro Quadratmeter, in Ballungsräumen teils deutlich darüber. Für private Bauherren resultiert aus diesen Faktoren ein erheblicher Kostendruck. Dieser Artikel liefert eine vollständige Kostenübersicht: von den Bauwerkskosten pro Quadratmeter über die einzelnen Bauphasen bis hin zu den oft vergessenen Baunebenkosten. Besonders wichtig: Wir zeigen, warum die Wahl der Fenster und Türen weit mehr als eine Detailentscheidung ist — und wie der Direktkauf beim Hersteller das Budget um tausende Euro entlasten kann, ohne Abstriche bei Qualität oder Energieeffizienz.

Hausbau: gemauerte Wände und Holzdachstuhl, Gerüste und Arbeitsplattform im Obergeschoss.

Inhaltsübersicht:

Hausbau-Kosten 2026 auf einen Blick: Baukosten pro Quadratmeter in Deutschland

Die reinen Bauwerkskosten (nach DIN 276, ohne Grundstück, Baunebenkosten und Außenanlagen) für ein Einfamilienhaus haben sich 2026 auf hohem Niveau eingependelt. Je nach Bauweise, Ausstattungsstandard und Region kalkulieren Bauherren mit folgenden Richtwerten.

Im Standardsegment (KfW 55) kalkulieren Bauherren 2026 für ein Fertighaus in Holzrahmenbauweise mit 3.000 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein Massivhaus in konventioneller Bauweise (Stein auf Stein) liegt bei 3.300 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter. Wer individuell mit Architekt plant und den gehobenen KfW-40-Standard oder das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) anstrebt, sollte ab 4.000 Euro pro Quadratmeter aufwärts einplanen.

Diese Werte beziehen sich auf schlüsselfertigen Bau ab Oberkante Bodenplatte. Was „schlüsselfertig“ konkret beinhaltet, variiert je nach Anbieter erheblich. Manche Angebote schließen Bodenbeläge, Malerarbeiten oder sogar Sanitärobjekte aus. Ein genauer Blick auf die Baubeschreibung ist daher unerlässlich, bevor Kostenschätzungen verglichen werden.

Fertighaus, Massivhaus oder Holzrahmenbau — was kostet weniger?

Der Preisunterschied zwischen den Bauweisen hat sich in den letzten Jahren deutlich verringert. Ein Fertighaus im Standardsegment beginnt bei etwa 3.000 Euro pro Quadratmeter, punktet dafür mit kurzer Bauzeit und kalkulierbaren Festpreisen. Das Massivhaus liegt beim Quadratmeterpreis etwas höher, bietet aber tendenziell besseren Schallschutz und höhere Wertbeständigkeit. Architektonisch individuell geplante Häuser im gehobenen Standard, etwa für den KfW-40-Standard, starten bei 4.000 Euro aufwärts.

Regionale Preisunterschiede: Bayern, NRW und die neuen Bundesländer

Die regionalen Unterschiede bei den Baukosten sind eklatant. In ländlichen Regionen — etwa in Teilen der neuen Bundesländer oder Nordhessens — sind Richtwerte von 2.900 bis 3.400 Euro pro Quadratmeter realistisch. Mittelstädte liegen bei 3.200 bis 3.800 Euro, während in Großstädten und Metropolregionen (München, Stuttgart, Rhein-Main) die Kosten bei 3.800 Euro beginnen und im Premiumsegment schnell weiter steigen. Diese Unterschiede resultieren vor allem aus dem regionalen Lohnniveau im Baugewerbe, der Verfügbarkeit von Handwerksbetrieben und den Logistikkosten. In Süddeutschland etwa liegen die Quadratmeterpreise für Einfamilienhäuser bei 3.700 bis 4.200 Euro, im Westen bei 3.300 bis 3.800 Euro und im Norden bei 3.100 bis 3.600 Euro. Bauherren, die in strukturschwächeren Regionen bauen, profitieren zwar von niedrigeren Baukosten, sollten aber die oft längeren Anfahrtswege für Handwerksbetriebe und die geringere Auswahl an Fachfirmen berücksichtigen — beides kann zu verlängerten Bauzeiten führen.


Beispielrechnungen 2026: Was kostet ein Haus mit 100, 120 oder 150 Quadratmetern?

Um die abstrakten Quadratmeterpreise greifbar zu machen, hier drei konkrete Budgetkorridore für schlüsselfertigen Bau im Standardsegment (ohne Grundstück und Baunebenkosten).

Konkret bedeutet das für ein schlüsselfertiges Haus ohne Grundstück und Baunebenkosten: Bei 100 Quadratmetern Wohnfläche bewegt sich das Budget im Standardsegment zwischen 300.000 und 380.000 Euro, im gehobenen Bereich ab 400.000 Euro. Für 120 Quadratmeter sind 360.000 bis 456.000 Euro realistisch (gehoben ab 480.000 Euro), und ein 150-Quadratmeter-Haus schlägt mit 450.000 bis 570.000 Euro zu Buche — im Premiumsegment ab 600.000 Euro aufwärts.

Dabei gilt: Ein eingeschossiges Haus mit 120 Quadratmetern benötigt eine größere Bodenplatte und Dachfläche als ein kompaktes zweigeschossiges Haus mit gleicher Wohnfläche. Das treibt die Quadratmeterkosten bei eingeschossigen Bauformen um 10 bis 15 Prozent nach oben. Wer flächeneffizient baut, spart also bereits bei der Grundform des Hauses spürbar.

Die Bauphasen: Präzise Kostenaufschlüsselung für ein Einfamilienhaus

Wohin fließt das Geld konkret? Für ein Beispielhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche und 500.000 Euro Bauwerkskosten lässt sich der Abfluss der Mittel wie folgt aufschlüsseln:

Bei einem Beispielhaus mit 140 Quadratmetern und 500.000 Euro Bauwerkskosten verteilen sich die Mittel typischerweise wie folgt: Erdarbeiten, Gründung und Bodenplatte machen 8 bis 10 Prozent aus (40.000 bis 50.000 Euro), der Rohbau mit Wänden, Decken und Treppen den größten Block von 25 bis 30 Prozent (125.000 bis 150.000 Euro). Die Dachkonstruktion inklusive Eindeckung liegt bei 8 bis 12 Prozent (40.000 bis 60.000 Euro). Bauelemente — also Fenster, Haustüren und Sonnenschutz — schlagen mit 10 bis 15 Prozent zu Buche (50.000 bis 75.000 Euro). Die technische Gebäudeausrüstung (Heizung, Sanitär, Elektro) beansprucht 15 bis 20 Prozent (75.000 bis 100.000 Euro), ebenso wie der Innenausbau mit Estrich, Putz, Böden, Trockenbau und Malerarbeiten (weitere 75.000 bis 100.000 Euro).

Erdarbeiten und Gründung: Bodenplatte oder Keller?

Die Gründung verschlingt 8 bis 10 Prozent der Baukosten. Eine Bodenplatte wird im Markt häufig mit 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter veranschlagt, abhängig von Bodenbeschaffenheit und statischen Anforderungen. Ein Keller — der zusätzlichen Wohn- oder Lagerraum bietet — treibt diesen Posten allerdings massiv nach oben: Die Kosten für einen Keller liegen bei rund 900 bis 1.100 Euro pro Quadratmeter. Das kann leicht 50.000 bis 70.000 Euro Mehrkosten bedeuten.

Der Rohbau und die Dachkonstruktion

Der Rohbau bleibt mit einem Anteil von 25 bis 30 Prozent der größte Einzelposten. Hier dominieren Materialkosten für Mauerwerk, Beton und Bewehrungsstahl sowie die Arbeitskosten für Maurer und Zimmerer. Die Dachkonstruktion inklusive Eindeckung kommt auf weitere 8 bis 12 Prozent. Diese Gewerke bieten wenig Spielraum für Einsparungen, ohne die Bausubstanz zu beeinträchtigen.

Technische Gebäudeausrüstung: Warum Technik 2026 ein Kostentreiber ist

Die TGA — also Heizung, Sanitär und Elektro — macht 15 bis 20 Prozent aus und ist einer der stärksten Kostentreiber der vergangenen Jahre. Das GEG 2024 verbietet im Neubau fossile Heizungen, was eine Wärmepumpe zur Standardlösung macht. Diese ist zwar effizienter, in der Anschaffung aber spürbar teurer als die frühere Gasbrennwerttherme. Dazu kommen Smart-Home-Vorverkabelung, Photovoltaik-Vorbereitung und immer aufwendigere Lüftungskonzepte.

Für Bauherren ergibt sich hier ein direkter Zusammenhang mit der Qualität der Gebäudehülle: Je besser die Fenster und Türen dämmen, desto geringer fällt der Energiebedarf aus — und desto kleiner (und günstiger) kann die Wärmepumpe dimensioniert werden. Ein Fenster mit Uw 0,71 statt 1,1 W/(m²K) reduziert den Transmissionswärmeverlust durch die Verglasung um bis zu 35 Prozent. Diese Einsparung wirkt sich unmittelbar auf die Dimensionierung und damit auf die Kosten der Heizungsanlage aus.


Kosten für Fenster und Türen im Neubau 2026: Der unterschätzte Budgetblock

Fenster und Türen machen 10 bis 15 Prozent der gesamten Bauwerkskosten aus — bei einem 500.000-Euro-Haus also 50.000 bis 75.000 Euro. Trotzdem behandeln die meisten Baukosten-Ratgeber diesen Block nur als Fußnote. Ein Fehler, denn die Qualität der Gebäudehülle entscheidet gleich dreifach über den langfristigen Wert Ihrer Investition: über die Energieeffizienz, den Einbruchschutz und die Förderfähigkeit des gesamten Bauvorhabens.

GEG 2024: Pflicht-Uw-Werte für Fenster im Neubau

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), reformiert 2024, schreibt für Fenster und Fenstertüren im Neubau einen maximalen Wärmedurchgangskoeffizienten (Uw-Wert) von 1,3 W/(m²K) vor. Das ist der gesetzliche Mindeststandard.

Doch hier liegt eine strategische Falle: Wer beim Fensterkauf ausschließlich nach dem günstigsten Preis greift und Fenster mit einem Uw-Wert knapp bei 1,3 einbauen lässt, erfüllt zwar gerade so die gesetzlichen Vorgaben — verwirkt damit aber den Anspruch auf die lukrativen KfW-Förderkredite. Denn um als KfW-Effizienzhaus klassifiziert zu werden, fordert die Förderbank für Fenster in der Regel Uw-Werte von maximal 0,95 W/(m²K). Der Unterschied zwischen dem Mindeststandard und der Förderschwelle beträgt also über 25 Prozent — und kann über den Zugang zu bis zu 150.000 Euro zinsvergünstigtem Kredit entscheiden.

PVC-Fenster, Aluminiumfenster oder Terrassentüren: Was treibt den Preis?

Der deutsche Markt verzeichnet 2026 hohe Stückkosten für Bauelemente, wenn diese über den klassischen Zwischenhandel bezogen werden. Ein durchschnittliches Kunststofffenster mit 3-fach-Verglasung kostet inklusive Einbau zwischen 500 und 1.200 Euro. Bodentiefe Fenster beginnen bei 1.200 Euro. Aluminium-Rahmen, die durch ihre schlanken Profile und hohe statische Belastbarkeit bei großflächigen Verglasungen überzeugen, starten bei über 1.150 Euro pro Element. Vorbaurollläden addieren weitere 400 bis 550 Euro je Fenster.

Ein typisches Einfamilienhaus benötigt 15 bis 20 Fenster, eine einbruchhemmende Haustür und mindestens eine große Terrassenlösung. Bei Beschaffung über den deutschen Fachhandel summiert sich allein dieser Budgetblock leicht auf 50.000 Euro und mehr.

Die relevanten Preistreiber sind dabei: Fenstergröße und -format, Profilsystem (PVC oder Aluminium), Verglasungsart (2-fach oder 3-fach, Schallschutz, Sicherheitsglas), Beschlagqualität und Einbruchschutzklasse (RC2/RC3) sowie die Qualität der Montage.

Der Hersteller-Vorteil: Premium-Qualität direkt aus dem Werk

An genau diesem Punkt setzt BWS Technika Budowlana an. Als Direkthersteller mit fast 30 Jahren Erfahrung produziert BWS im eigenen Werk auf Basis renommierter deutscher und europäischer Profilsysteme.

Im PVC-Segment verarbeitet BWS die deutschen Premium-Profile von GEALAN — vom vielseitigen S8000 (74 mm Bautiefe, 6 Kammern, Uw bis 0,78 W/(m²K)) bis zum Passivhaus-zertifizierten S9000 (82,5 mm Bautiefe, Uw ab 0,71 W/(m²K), zertifiziert durch das Passivhaus Institut Darmstadt). Beide Systeme bieten Schalldämmung bis 47 bzw. 50 dB, Einbruchschutz bis RC2 und eine Auswahl von über 50 Farbvarianten inklusive Bicolor-Option. Ob klassische Dreh-Kipp-Fenster, Festverglasungen oder großformatige Terrassentüren — alle Elemente werden in einem technologisch einheitlichen System gefertigt.

Für Aluminium-Bauelemente setzt BWS auf die bewährten Systeme von Yawal und Aliplast. Aluminium kommt vor allem dort zum Einsatz, wo besonders schlanke Profile, große Glasflächen oder maximale statische Belastbarkeit gefragt sind: bei Haustüren, Terrassentüren, Wintergärten und Fassaden. Haustüren aus Aluminium erreichen Ud-Werte ab 0,70 W/(m²K) und lassen sich bis zur Widerstandsklasse RC3 konfigurieren — mit Schalldämmung bis 52 dB und einer Farbauswahl aus über 200 RAL-Tönen.

Für die Verbindung von Wohn- und Außenraum bietet BWS ein breites Spektrum an Terrassentüren — von platzsparenden Parallel-Schiebe-Kipp-Türen (PSK) über großformatige Hebe-Schiebe-Türen (HST) bis hin zu modernen Schiebetüren mit minimalistischen Profilen. Im PVC-Segment erreichen die GEALAN-basierten Systeme Uw-Werte ab 0,71 W/(m²K), im Aluminium-Segment ermöglichen Yawal- und Aliplast-Profile Konstruktionen mit besonders schlanken Rahmen und großen Glasflächen. Die Wahl des richtigen Terrassentür-Systems hängt vom verfügbaren Platz, der gewünschten Öffnungsbreite und dem Budget ab — alle Varianten sind bis zur Einbruchschutzklasse RC2 konfigurierbar und erfüllen die aktuellen GEG-Anforderungen.


Versteckte und oft vergessene Kosten beim Hausbau 2026

Eine der größten finanziellen Gefahren für Bauherren ist die systematische Unterschätzung der Baunebenkosten. Finanzierungsexperten empfehlen, zwingend 15 bis 20 Prozent der gesamten Bausumme dafür einzuplanen. Bei einer Bausumme von 500.000 Euro entspricht das 75.000 bis 100.000 Euro — ein Betrag, der im Eifer der Grundrissplanung gern übersehen wird.

Grundstückskaufnebenkosten

Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland erheblich: von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Dazu kommen Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5 bis 2,0 Prozent) sowie eine mögliche Maklercourtage (oft 3,57 bis 7,14 Prozent des Grundstückspreises). Allein dieser Block kann bei einem Grundstückspreis von 150.000 Euro bereits 15.000 bis 25.000 Euro verschlingen.

Bauvorbereitung: Gutachten, Vermessung und Genehmigung

Pflicht ist ein Bodengutachten, das bei 1.000 bis 2.500 Euro liegt (etwa 0,3 bis 0,5 Prozent der Baukosten). Hinzu kommen die amtliche Vermessung (2.000 bis 3.000 Euro) und die Baugenehmigungsgebühren, die je nach Gemeinde und Komplexität des Bauvorhabens variieren.

Erschließung und Baustelleneinrichtung

Der Anschluss an Strom, Wasser, Abwasser und Glasfaser summiert sich auf 10.000 bis 15.000 Euro. Baustrom, Bauwasser und Baustellenmüllentsorgung kommen als laufende Kosten während der Bauphase hinzu.

Außenanlagen: Der unterschätzte Posten

Wegebau, Einfahrt, Terrassenpflasterung, Zäune, Rasenanlage und Carport — Finanzexperten raten, hierfür mindestens 5 Prozent der Bausumme anzusetzen. In der Praxis landen die meisten Bauherren bei 25.000 bis 40.000 Euro.

Bauherrenversicherungen

Obligatorische Absicherung umfasst Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung und Rohbaufeuerversicherung. In Summe sind das etwa 1.000 bis 1.500 Euro — kein großer Posten, aber ein Pflichtposten.

Reserve und Puffer: Was Profis empfehlen

Zusätzlich zu den kalkulierten Baunebenkosten raten Finanzierungsexperten zu einem freien Puffer von mindestens 5 bis 10 Prozent der Gesamtbausumme. Dieser Puffer fängt unvorhergesehene Mehrkosten ab — etwa durch Bodenverhältnisse, die erst beim Aushub sichtbar werden, Materialpreisschwankungen oder nachträgliche Sonderwünsche. Ebenfalls oft vergessen: Bereitstellungszinsen, die Banken auf noch nicht abgerufene Darlehensteile während der Bauphase erheben. Bei einer Bauzeit von sechs bis zehn Monaten und einem Darlehensbetrag von 400.000 Euro können sich diese Zinsen leicht auf 3.000 bis 6.000 Euro summieren.


Aktuelle Förderprogramme 2026: KfW-Kredite für den Neubau

Die staatliche Förderlandschaft ist komplex, aber für die Senkung der effektiven Baukosten unverzichtbar. Wichtig zu wissen: Das BAFA vergibt im Neubau keine direkten Investitionszuschüsse für die Gebäudehülle — BAFA-Förderungen (15 bzw. 20 Prozent mit iSFP-Bonus) richten sich an die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Die Neubauförderung liegt vollständig bei der KfW.

Das wichtigste Programm ist der Klimafreundliche Neubau (KFN, Kredit 297/298): Hier erhalten Bauherren bis zu 150.000 Euro zinsvergünstigten Kredit, wenn sie den KfW-Effizienzhaus-40-Standard erreichen, das QNG-Siegel erlangen und auf fossile Brennstoffe verzichten. Für flächenoptimiertes Bauen gibt es das Programm KNN (Kredit 296) mit bis zu 100.000 Euro zu besonders günstigen Zinsen ab 0,95 Prozent effektiv — allerdings gelten hier strikte Vorgaben zur maximalen Wohnfläche und der KfW-55-Standard ist Voraussetzung. Das reaktivierte KfW-55-Programm bietet ebenfalls bis zu 100.000 Euro Kredit für bereits genehmigte, aber noch nicht begonnene Vorhaben ohne Öl- oder Gasheizung. Ergänzend steht das Wohneigentumsprogramm (Kredit 124) mit bis zu 100.000 Euro ohne spezifische energetische Anforderungen zur Verfügung — frei kombinierbar mit den Effizienzhaus-Programmen.

Warum hochdämmende Fenster den KfW-Kredit sichern

Der kausale Zusammenhang zwischen der Qualität Ihrer Fenster und der Förderfähigkeit Ihres Neubaus ist direkt: Die von BWS verarbeiteten GEALAN S9000 Profile erreichen durch ihre 82,5 mm Bautiefe Uw-Werte ab 0,71 W/(m²K). Damit übertreffen sie nicht nur die GEG-Mindestanforderung (1,3) und die KfW-Förderschwelle (0,95) spielend, sondern bilden die bauphysikalische Grundlage für den strengen KfW-40-Standard. In der Praxis bedeutet das: Durch den Direktkauf beim Hersteller BWS investieren Bauherren nicht mehr — sichern sich aber Premium-Bauelemente, die den Zugang zu zinsvergünstigtem Kapital von bis zu 150.000 Euro eröffnen.


Eigenleistung beim Hausbau: Die Muskelhypothek clever nutzen

Die sogenannte Muskelhypothek — also die Anrechnung eigener Arbeitsleistung als Eigenkapitalersatz — wird von Banken anerkannt, allerdings meist auf 10 bis maximal 15 Prozent der Darlehenssumme gedeckelt.

Realistisch sind Einsparungen durch eigene Handarbeit bei Gewerken wie Malerarbeiten, dem Verlegen von Laminat oder Vinylböden (je bis zu 5.000 Euro Ersparnis), Trockenbauarbeiten, Gartenanlage oder dem Einsetzen von Innentüren (ca. 3.000 Euro). Alles zusammen kann das 15.000 bis 20.000 Euro ausmachen.

Tabu für Laien bleiben hingegen: Dacharbeiten, tragende Konstruktionen, Elektrik, Sanitär und Heizungsinstallation. Hier drohen Lebensgefahr, Verlust der Gewährleistung und des Versicherungsschutzes. Zudem sollten Bauherren realistisch einschätzen, ob sie die zeitliche Belastung neben Beruf und Familie tatsächlich stemmen können — eine unterschätzte Eigenleistung kann die Bauzeit um Wochen verlängern und durch Bereitstellungszinsen auf das Darlehen letztlich sogar teurer werden als der professionelle Handwerker.

Neben der eigenen Arbeitskraft gibt es einen weiteren, oft übersehenen Hebel zur Kostensenkung: die intelligente Beschaffung. Wer Fenster, Türen und Sonnenschutz nicht über den Fachhandel mit seinen mehrstufigen Vertriebsmargen kauft, sondern direkt beim Hersteller bestellt, kann bei vergleichbarer — oder sogar höherer — Qualität erheblich sparen. Das eliminiert Zwischenhändlermargen, ohne Kompromisse bei der Qualität, der Normkonformität (DIN, GEG) oder der Garantie einzugehen.


Häufige Fragen zum Hausbau 2026

Was kostet ein Hausbau 2026 pro Quadratmeter? Je nach Bauweise und Region liegen die Bauwerkskosten schlüsselfertig zwischen 2.900 und 4.200 Euro pro Quadratmeter. Im Bundesdurchschnitt kalkulieren Bauherren mit 3.300 bis 3.800 Euro.

Was kostet ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus 2026? Ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern im Standardsegment kostet zwischen 420.000 und 530.000 Euro — ohne Grundstück und Baunebenkosten.

Wie viel Prozent der Baukosten entfallen auf Fenster und Türen? Fenster, Haustüren und Sonnenschutz machen in der Regel 10 bis 15 Prozent der Bauwerkskosten aus. Bei einem 500.000-Euro-Haus sind das 50.000 bis 75.000 Euro.

Welche Förderungen gibt es 2026 für den Neubau? Die Hauptförderung läuft über KfW-Programme: Klimafreundlicher Neubau (KFN 297/298) mit bis zu 150.000 Euro Kredit sowie das reaktivierte KfW-55-Programm mit bis zu 100.000 Euro.

Was bedeutet der Uw-Wert bei Fenstern? Der Uw-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters) gibt an, wie viel Wärme durch das Fensterelement verloren geht. Je niedriger, desto besser. Das GEG 2024 fordert maximal 1,3 W/(m²K), für KfW-Förderung liegt die Schwelle bei 0,95 W/(m²K).

Können Fenster aus Polen in Deutschland eingebaut werden? Ja. Innerhalb der EU gelten einheitliche Baunormen. BWS verarbeitet deutsche GEALAN-Profile, die alle DIN- und GEG-Anforderungen erfüllen. Die Bauelemente sind CE-zertifiziert und vollständig förderfähig nach den Vorgaben der KfW.

Was kostet eine Bodenplatte pro Quadratmeter 2026? Eine Standard-Bodenplatte liegt bei 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Ein Keller kostet mit 900 bis 1.100 Euro pro Quadratmeter ein Vielfaches.

Wie hoch sind die Baunebenkosten? Baunebenkosten betragen in der Regel 15 bis 20 Prozent der Gesamtbausumme. Bei 500.000 Euro Baukosten sind das 75.000 bis 100.000 Euro.

Ist die Warme Montage bei Fenstern notwendig? Die dreischichtige Warme Montage (mit Dampfsperr- und dampfdurchlässigem Band) vermeidet Wärmebrücken am Baukörperanschluss. Eine unsachgemäße Montage mit reinem Bauschaum kann die Isolationswirkung des Fensters um bis zu 10 Prozent verschlechtern und zu Tauwasserschäden führen.

Lohnt es sich 2026 noch, ein Haus zu bauen? Bei historisch hohen Mietpreisen und der langfristigen Wertsteigerung von Immobilien ist der Hausbau 2026 für eigenkapitalstarke Bauherren weiterhin wirtschaftlich sinnvoll. Die Kombination aus moderat steigenden Baupreisen (+2,5 %) und attraktiven KfW-Förderkrediten schafft ein realistisches Finanzierungsfenster — vorausgesetzt, die Kostenkalkulation ist von Anfang an ehrlich und vollständig.

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